Kommunikation in den Fokus gerückt

Kommunikation in den Fokus gerück. Fotos von Sabine Stenzel und Bilder von Edward Hopper laden zum Schauen ein „Bilder sagen mehr als tausend Worte.“ Im SPD-Büro Wittmund stehen sie für das Thema „Kommunikation“.

Landtagsabgeordneter Holger Heymann (3. v. l.) begrüßte die Gäste zu der vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Heinz Buss und Sabine Stenzel (1. u. 2. v. l.) organisierten Ausstellung „Kommunikation in Kunst und Gesellschaft“ im SPD-Bürgerbüro Wittmund. BILD: KLAUS HÄNDEL, Anzeiger für Harlingerland

WITTMUND/HÄ – Vor mehreren Jahren begann die Ausstellungsreihe im Bürger- und Abgeordnetenbüro der SPD in Wittmund mit einer Kunstausstellung, die von Sabine Stenzel und Heinz Buss gemeinsam initiiert wurde. „Die Idee war, heimischen Künstlern die Gelegenheit zu geben, ihre Werke öffentlich zu präsentieren“, erklärte Landtagsabgeordneter Holger Heymann am Sonnabend während seiner Begrüßungsrede zur jetzt angelaufenen Ausstellung „Kommunikation in Kunst und Gesellschaft“. Dazu begrüßte Heymann viele Interessierte, darunter Mitglieder des Ostfriesischen Kunstkreises, die eng mit dem SPD-Büro zusammenarbeiten, und ganz besonders Heinz Buss als Organisator und Sabine Stenzel, die diesmal selbst eine Auswahl ihrer Fotografien präsentiert. Ihren Arbeiten zur Darstellung der Kommunikation in der Gesellschaft gegenüber stehen die Bilder von Edward Hopper. Die Erläuterungen dazu lieferte Erika Schoon, ehemalige Leiterin der Stadtbücherei Wittmund. Kommunikation sei Verständigung untereinander, Austausch, so Schoon. Zu unterscheiden sei die verbale, nonverbale, visuelle und taktile Kommunikation, eindrucksvoll wiedergegeben in den Fotos von Sabine Stenzel – eine Fotografie stammt von Wolfgang Malzahn – auf der einen und den Bildern von Edward Hopper auf der anderen Seite des Bürgerbüros.Mit dem Blick für das Detail hat Sabine Stenzel Alltagssituation eingefangen und das Thema „Kommunikation“ auf unterschiedlichste Weise in den Fokus gerückt. „Zwei ineinander verschlungene Hände haben mich besonders berührt“, erklärte Erika Schoon. „Hier ist ein Goldhochzeitspaar beim Tanzen aufgenommen worden. Sabine Stenzel hat durch ihren Bildschnitt die Liebe und Zärtlichkeit im Alter eingefangen.“ Die Bilder des 1967 verstorbenen amerikanischen Malers Edward Hopper sind in den 1930er bis 1960er Jahren entstanden, in der Kunstrichtung „Neuer Realismus“. „Die Darstellung der amerikanischen Szenerie zur damaligen Zeit“, so Erika Schoon. Allen Bildern des Künstlern gemein ist die Wirkung von Licht und Schatten, der Hell-Dunkel-Kontrast, die klare Geometrie der Bilder. Die aktuelle Ausstellung greift die Kommunikation in Kunst und Gesellschaft auf. „Als Konsumenten der modernen Medien können wir die Fotografien von Sabine Stenzel sofort erfassen. Fotos sprechen eine eindeutige Sprache, die Botschaft springt sofort ins Auge“, erklärte Erika Schoon. Dennoch bieten sie genügend Raum zur Interpretation. Die Bilder Hoppers stehen im Kontrast. „Diese Bilder kann man nicht gleich verstehen und es braucht seine Zeit, um bei dem Betrachter Emotionen auszulösen.“ Die Ausstellung zum Thema Kommunikation ist bis Ende Juli zu sehen.

Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 24.6.2013