Karin Evers-Meyer: Straße nach Trude Helmke benennen!

Der Ortsverein Wittmund eröffnet im Bürgerbüro kleine Ausstellung: „150 Jahre SPD aus regionaler Sicht“. Mit Sigmar Gabriel, dem Bundesvorsitzenden, haben die Sozialdemokraten aus Wittmund den 150. Geburtstag ihrer Partei bereits am 26. Juli 2013 beim Sommerfest des Kreisverbandes Wittmund in Asel gefeiert.

Viele Besucher/innen interessierten sich für die 150-jährige-Geschichte der SPD.
Betrachten interessiert die Präsentation zur Parteigeschichte
(v. l.): Karin Evers-Meyer, Holger Heymann, Christoph
Trompeter und Michael Krug. BILD: HERMFRIED ONCKEN, Anzeiger für Harlingerland, 26.8.2013
Die glücklichen Gewinner des 1. Preises: Andreas und Sunshine Langer aus Lippstadt, neben den stellv. OV-Vorsitzenden Holger Kirchhoff.
Die Wittmunder Genossen und Genossinnen auf der 150 Jahr Feier in Berlin. v.l.n.r. Holger Kirchhoff, Julia und Eike Cornelius, Traute und Edgar Reuber und MdL Holger Heymann. Foto: Roswita Mandel
Mitten drin: Holger Kirchhoff, Traute Reuber, Bettina Fejes und Holger Heymann im Gespräch mit Peer Steinbrück. Foto: Roswita Mandel

Am Sonnabend wollte es der Ortsverein (OV) nun mit den Wittmundern tun. Vor dem
Bürgerbüro war alles in Rot gehüllt, es gab Getränke, Gegrilltes und Gespräche sowie für
die Kinder zudem Glücksrad und Hüpfburg. Eine hochinteressante Präsentation zur Parteigeschichte aus regionaler Sicht eröffnete drinnen SPDBundestagsabgeordnete
Karin Evers-Meyer. Michael Krug hatte zuvor als neuer OV-Vorsitzender neben
Karin Evers-Meyer den Landtagsabgeordneten Holger Heymann und Bürgermeister Rolf Claußen willkommen geheißen. Karin Evers-Meyer machte unter den Gästen auch den ehemaligen MdL Udo Köneke aus, ehe sie ausgiebig lobte, was Christoph Trompeter, Holger Kirchhoff, Marc Häde, ManfredMöller, Heinrich Beermann und Bettina Fejes für die kleine Ausstellung akribisch aus einen unendlichen Faktenfundus zusammengetragen hatten. Eine schwierige, aber spannende Aufgabe, wie Trompeter meinte. Vorgestellt werden sämtliche Vorsitzende – von 1875 bis heute, von Wilhelm Hasenclever bis Sigmar Gabriel. Es geht um Lieder der Arbeiterbewegung, die historische Entwicklung der SPD in Wittmund – und nicht zuletzt um starke und mutige Frauen in der Partei. Da nimmt die Ausstellung zur Freude von Evers-Meyer aus regionaler Sicht Trude Helmke in den Blick, die bekannteste
Wittmunder Sozialdemokratin der Nachkriegszeit, Ehrenbürgerin der Stadt und Begründerin der Lebenshilfe Wittmund. Zudem gilt sich  als „Mutter des Krankenhauses“. Sie zitierte gern den Käte- Strobel-Satz, den Karin Evers- Meyer wiederholte: „Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie allein den Männern überlassen könnte.“ Und die Abgeordnete regte an, die Stadt solle doch einmal darüber nachdenken, eine Straße oder einen Platz nach Trude Helmke zu benennen. Deren Familie ist Wittmund nach wie vor sehr verbunden. So war Enkelin Cornelia Helmke aus Heidelberg bei der Eröffnung der Präsentation dabei. Auch Bürgermeister Claußen würdigte Trude Helmkes Einsatz, aber auch die Bereitschaft der Wittmunder SPD, Herausforderungen für die Stadt in großer Gemeinsamkeit anzugehen. Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 26.8.2013