Endlich ist ein Platz gefunden

WÜRDIGUNG Teil der Drostenstraße wird nach Trude Helmke benannt Große Resonanz hat auch die derzeitige Ausstellung über die Wittmunderin, die 1913 im Odenwald geboren wurde. Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 19.3.2016 von Manfred Hochmann

Große Resonanz fand die Trude-Helmke-Ausstellung im Wittmunder SPD-Bürgerbüro, die sich auch MdB Karin-Evers-Meyer (hinten, 2.v.r.) angesehen hat.
Foto: Roswita Mandel

Nun wird endlich ein Platz in der Wittmunder Innenstadt nach der Ehrenbürgerin Trude Helmke benannt. Auf Antrag von Heinz Buss (SPD) wird der Bereich am westlichen Beginn der Drostenstraße nach jener Frau benannt, die sich stark sozial engagiert hat. Der Stadtrat votierte am Dienstagabend einstimmig dafür. Frühere Bemühungen, das Haus Brückstraße 7a, den Platz vor dem Krankenhaus oder eine Straße nach Trude Helmke zu benennen, hatte nicht die Zustimmung der jeweiligen Eigentümer oder Träger der Einrichtungen gefunden. Daraufhin stellte Buss den Ratsherrenantrag, der jetzt beschlossen wurde. „In der Art und Länge der politischen Diskussion sehe ich ein unwürdiges Verhalten gegenüber einer verdienten Bürgerin“, schrieb Buss.“ Der jetzt vorgeschlagene Platz eigne sich mit dem Eingang zur Fußgängerzone, seinem Brunnen und den Ruhebänken sehr gut für einen Trude-Helmke-Platz. Eine Informationstafel solle auf ihr Lebenswerk hinweisen. In der Ratssitzung sagte Helga Knoblich (SPD): „Ich freue mich, dass die unendliche Geschichte nun wohl ein Ende findet.“ Eine große Resonanz hat auch eine Trude-Helmke-Ausstellung im Wittmunder SPD-Bürgerbüro gefunden. Besonders ältere Mitbürger seien an den Fotos interessiert, so Helga Knoblich, die zugleich Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) in Wittmund ist. Die Frauen sammelten Informationen über die politischen Weggefährten von Trude Helmke. „Über alle Informationen über Trude sind wir dankbar“, so AsF-Mitglied Roswita Mandel. „Wir versuchen, möglichst viele Personen auf den Fotos zu identifizieren und so noch mehr über die politische und gesellschaftliche Arbeit Helmkes herauszufinden.“ Auch Bürgermeister Rolf Claußen lobte in der Ratssitzung die Ausstellung im Bürgerbüro, ein Besuch lohne sich auf jeden Fall. Als einzige Frau wurde Trude Helmke, geboren im Odenwald, Mitglied im Stadtrat und im Kreistag, später wurde sie stellvertretende Landrätin und bald auch Fraktionsvorsitzende im Stadtrat. Das Wittmunder Krankenhaus und die Gründung der Wittmunder Lebenshilfe für behinderte Menschen gehören zu den Verdiensten dieser Frau, die 1913 geboren wurde.