Krankenhaus ganz oben auf der Agenda

KREISPARTEITAG Vorsitzender Eike Cornelius schwört Genossen auf einen Neuanfang ein. Freitagabend hoffte der SPD- Kreisverband auf ein Ende der Beekhuis- Affäre. Die Entscheidung fiel in der Folgenacht. Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 9.9.19

Bild: Foto: Roswita Mandel

Bild: Foto: Klaus Händel, Anzeiger für Harlingerland
Die Dinge in der SPD überschlagen sich: Freitagabend tagte der Parteitag in Nenndorf in der Hoffnung, die Causa Beekhuis möge bald ein Ende haben. Am späten Samstagabend entschied die Bezirksschiedskommission der SPD Weser-Ems. Trotz vieler Erfolge in der Amtszeit als Kreisverbandsvorsitzende des SPD-Kreisverbandes Wittmund: Ihr letzter Bericht zum Parteitag fiel Roswita Mandel nicht leicht. Wegen der Person, die alle zu kennen geglaubt hätten, wie Mandel sagte, hatte sie frühzeitig bekanntgegeben, nicht mehr für den Vorsitz kandidieren zu wollen.
Neuer Kreisverbandsvorsitzender ist Eike Cornelius. 45 von 51 stimmberechtigten Delegierten gaben ihm ihre Stimme. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wählte der Parteitag Anke Glomme (Friedeburg) mit 35 Ja-Stimmen, Fokko Saathoff (Esens, 30 Ja-Stimmen) und Andre Steffens (Holtriem, 39 Ja-Stimmen). 21 Delegierte haben Fokko Saathoff nicht gewählt. Ein möglicher
Grund: Er habe sich bis jetzt nicht von Jochen Beekhuis distanziert, hieß es aus Parteikreisen. Zuvor bedankte sich die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Bezirksvorsitzende Johanne Modder bei der bisherigen Kreisvorsitzenden Roswita Mandel für ihre Arbeit und zollte ihr Respekt und zeigte Mitgefühl für das, was sie in den vergangenen Monaten habe ertragen müssen.
In Richtung Kreisverband sagte Modder: „Meine Bitte, haltet zusammen und konzentriert euch nun auf das, was die Bürger erwarten.“ Wer nicht zu den sozialdemokratischen Grundsätzen der SPD stehe, gehöre nicht in die Partei, betonte der neue Vorsitzende Eike Cornelius, der die Genossen nach seiner Wahl auf einen Neuanfang einschwor. Wie Heinz Buss, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, in seinem Bericht erklärte, stünden die Anliegen der Bürger im ländlichen Raum für Eike Cornelius an erster Stelle. Dabei stehe die Zukunftssicherung des Krankenhauses ganz oben auf der Agenda. Ziel sei es, so Buss im Beisein von Landrat Holger Heymann, das Krankenhaus in Wittmund für die Bürger im Kreisgebiet neu auszurichten und auszubauen. Dabei könnten nicht alle medizinischen Fachbereiche Berücksichtigung finden. Auch gehe es nicht ohne große Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Diese seien jedoch notwendig, um die Gesundheitsversorgung im Harlingerland sicherzustellen. Darüber hinaus stünden die Digitalisierung – für Gewerbetreibende, Schulen und privat –, die Gesundheitsversorgung mit Hausärzten auf dem Lande, der Öffentliche Nahverkehr und nicht zuletzt der Klimaschutz ganz oben auf der Agenda, so Eike Cornelius. Beim ÖPNV gelte es noch, dicke Bretter zu bohren, betonte Heinz Buss. Da sei noch viel Luft nach oben, „denn unser ÖPNV besteht eigentlich nur aus dem Schülerverkehr, in der Ferienzeit sieht es da ziemlich mau aus, wenn man von A nach B möchte.“ Zum Klimaschutz sagte Eike Cornelius: Hier sei Carolinensiel- Harlesiel mit gutem Beispiel vorangegangen. Besteck, Teller und Becher aus Plastik gebe es bei Festen nicht mehr. Damit müssten auch die übrigen Kommunen im Kreis Schluss machen. Roswita Mandel blickte zurück und verwies auf die gewonnenen Wahlen, vor allem das Direktmandat von Siemtje Möller. Das sei der Verdienst aller Ortsverbände. Der Koalitionsvertrag trage in vielen Bereichen eine sozialdemokratische Handschrift. Das werde von den Wählern jedoch kaum honoriert. „Weitere Wahlen wurden vorbereitet und gewonnen, zuletzt mit einer Person, die alle zu kennen glaubten“, so Mandel. „Ich danke zuerst meiner Familie, die fast genauso viel ertragen musste wie ich selbst.“ Mandel dankte aber auch ihren beiden Chefs, die stets zu ihr gehalten und ihr das Vertrauen geschenkt hätten. „Das war für mich existenziell. Jetzt müssen wir nach vorne schauen.“
Bild: Foto: Heiner Schröder
Zuvor bedankte sich die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Bezirksvorsitzende Johanne Modder bei der bisherigen Kreisvorsitzenden Roswita Mandel für ihre Arbeit und zollte ihr Respekt und zeigte Mitgefühl für das, was sie in den vergangenen Monaten habe ertragen müssen. In Richtung Kreisverband sagte Modder: „Meine Bitte, haltet zusammen und konzentriert euch nun auf das, was die Bürger erwarten.“ Wer nicht zu den sozialdemokratischen Grundsätzen der SPD stehe, gehöre nicht in die Partei, betonte der neue Vorsitzende Eike Cornelius, der die Genossen nach seiner Wahl auf einen Neuanfang einschwor. Wie Heinz Buss, Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion, in seinem Bericht erklärte, stünden die Anliegen der Bürger im ländlichen Raum für Eike Cornelius an erster Stelle. Dabei stehe die Zukunftssicherung des Krankenhauses ganz oben auf der Agenda. Ziel sei es, so Buss im Beisein von Landrat Holger Heymann, das Krankenhaus in Wittmund für die Bürger im Kreisgebiet neu auszurichten und auszubauen. Dabei könnten nicht alle medizinischen Fachbereiche Berücksichtigung finden. Auch gehe es nicht ohne große Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Diese seien jedoch notwendig, um die Gesundheitsversorgung im Harlingerland sicherzustellen. Darüber hinaus stünden die Digitalisierung – für Gewerbetreibende, Schulen und privat –, die Gesundheitsversorgung mit Hausärzten auf dem Lande, der Öffentliche Nahverkehr und nicht zuletzt der Klimaschutz ganz oben auf der Agenda, so Eike Cornelius. Beim ÖPNV gelte es noch, dicke Bretter zu bohren, betonte Heinz Buss. Da sei noch viel Luft nach oben, „denn unser ÖPNV besteht eigentlich nur aus dem Schülerverkehr, in der Ferienzeit sieht es da ziemlich mau aus, wenn man von A nach B möchte.“ Zum Klimaschutz sagte Eike Cornelius: Hier sei Carolinensiel- Harlesiel mit gutem Beispiel vorangegangen. Besteck, Teller und Becher aus Plastik gebe es bei Festen nicht mehr. Damit müssten auch die übrigen Kommunen im Kreis Schluss machen.