Nur gedämpfter Jubel für die neue SPD-Spitze

Ostfriesische Genossen bedauern, dass Boris Pistorius bei Wahl über Parteivorsitz unterlag. Enttäuscht haben führende ostfriesische Sozialdemokraten auf den Ausgang des Mitgliederentscheids über den Vorsitz ihrer Partei reagiert. Sie bedauerten das Abschneiden des niedersächsischen Innenministers Boris Pistorius. Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 29.10.2019

Die Wittmunderin Roswita Mandel (Mitte) mit Petra Köpping (Staatsministerin in Sachsen) und Boris Pistorius (Innenminister Niedersachsen); das Duo holte 31 230 Stimmen und landete mit 14,61 Prozent auf dem vorletzten Platz. Bild: Foto: Roswita Mandel

Der Auricher Landtagsabgeordnete Wiard Siebels sowie SPD-Bezirksvorsitzende Hanne Modder (Bunde) hatten im Vorfeld für Boris Pistorius geworben.
Er war mit der  Staatsministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen, Petra Köpping, mit 14,61 Prozent der Stimmen abgeschlagen auf dem vorletzten Platz gelandet. Auch die frühere Wittmunder SPD-Kreisvorsitzende Roswita Mandel, die als einzige Genossin aus dem Landkreis Wittmund bei der Stimmenauszählung im Willy- Brandt-Haus dabei war, hätte sich ein besseres
Abschneiden von Pistorius gewünscht:

„Er ist ein Mann, der beide Flügel der Partei zusammenführen kann.“ Für die Stichwahl im November hätte sich ein besseres Abschneiden von Pistorius gewünscht: Für die Stichwahl im November qualifizierten sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Brandenburgerin Klara Geywitz sowie Nordrhein- Westfalens früherer Finanzminister Norbert Walter- Borjans und die Bundestagsabgeordnete Saskia Eskens. Dazu Roswita Mandel: „Jetzt geht es Mitte-Links gegen Mitte-Rechts. Das Gewinnerteam muss aufpassen, dass das unterliegende Duo und dessen Anhänger dann auch mitgezogen werden.“ Das neue Team müsse die Partei zusammenhalten und eine „klare Richtung vorgeben“, so Roswita Mandel. In der ersten Abstimmung habe wohl auch der bundesweite Bekanntheitsgrad von Olaf Scholz eine Rolle gespielt; er stehe allerdings für ein „Weiter so wie bisher“, so Mandel